Sie befinden sich hier:

Einige konnten Trump erstaunlich viel abgewinnen. Auch in der Schweiz.

Es ist verständlich, gegenüber Biden und seiner Administration skeptisch zu sein. Aber der Bruch mit Trump und dem Trumpismus ist überreif.

Da gab es jene, die froh waren, dass er der Regierung der Demokraten ein Ende bereitet hatte: Als Immobilien-Tycoon und Börsianer würde er die Wirtschaft befreien.

Und dann gab es ganz andere, die ihm glaubten, dass er ein Friedensfürst sei. Er hatte ja Hillary Clinton als Kriegsgurgel bezeichnet. Trumps friedenspolitische Leistungsbilanz wird wohl noch zu beurteilen sein.

Nun aber mögen auch Menschen, die ihm aus dem einen oder andern Grund gewogen waren, Distanz nehmen:

– Wegen den Todesurteilen, die er Tempo Teufel vollstrecken lässt.

– Wegen den Begnadigungen von kriminell gewordenen Weggefährten und von Kriegsverbrechern.

– Wegen den Kontakten mit Leuten, die bereit wären, zu den Waffen zu greifen, um ihn im Amt zu halten.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

Das verlorene Erbe – Russlands postsowjetischer Raum

Seit dem Ende der Sowjetunion wird der postsowjetische Raum meist territorial, militärisch oder machtpolitisch gedacht. Dieser Essay argumentiert aus einer anderen Perspektive: Nicht Territorium, sondern gesellschaftliche Systeme entscheiden über politische Zugehörigkeit und geopolitische Reichweite. Anhand zentraler Fallbeispiele zeigt sich, dass Russlands Einflussverlust weniger das Ergebnis militärischer Auseinandersetzungen ist als Ausdruck eines tiefgreifenden strukturellen Wandels – mit Konsequenzen nicht nur für Moskau, sondern vor allem für Europas strategische Selbstverortung. Essay von PolitReflex-Gastautor Ruedi Jeker*.

Weiterlesen »

EU-Zölle könnten die Schweiz wieder vor die EWR-Frage stellen

Die EU und Mitgliedstaaten könnten die Schweiz bei einer verschärften Zollpolitik als EU-Drittland behandeln, ungeachtet der bilateralen Verträge. Der Bundesrat wird versuchen, dies zu verhindern. Wenn dies nicht gelingt, muss ein Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) wiedererwogen werden.

Weiterlesen »