Unsere Grosseltern – für viele Leserinnen und Leser: Eure Urgrosseltern – fanden die Schweiz ab Juni 1940 von Truppen Hitlers und Mussolinis umzingelt. Ja, sie machten in der Folge Kompromisse, und in der Flüchtlingspolitik fielen Entscheide, die wir Nachgeborenen nicht akzeptieren können. Aber es gelang ihnen, die Bevölkerung zu ernähren und die Schweiz vor einem Einmarsch der Truppen Hitlers und Mussolinis zu verschonen. Wer denkt, er hätte es besser machen können, möge den Stab über ihnen brechen.
Aber nun sucht die offizielle Schweiz das grosse Geschäft bei den Diktaturen dieser Welt. Derselbe Bundespräsident, der jetzt in Riad ist, besuchte auch die chinesische Führung. Auch mit dem Brasilien Bolsonaros will man soviel wie möglich Handel treiben. Und wenn Russland ein reicherer Handelspartner wäre, würde Herr Maurer wohl noch vor Ende seines Präsidialjahres nach Moskau fliegen.
Das alles vor dem Hintergrund einer Europapolitik, mit der die Schweiz riskiert, Marktanteile in den europäischen Demokratien und Rechtsstaaten zu verlieren. Das scheint mir leider der wahre Grund für die Werbereisen zu übelsten Potentaten zu sein.