Bruchstellen: „Die Krise seiner Partei hat der SVP-Tribun fahrlässig und höchstpersönlich verursacht“, kommentiert Andreas Kunz, Redaktionsleiter der „SonntagsZeitung“, am 2. Februar 2020 (S. 19). Man muss wissen, dass Kunz von der „Weltwoche“ kam und in der „SonntagsZeitung“ kontinuierlich SVP-Positionen vertritt, neuerdings unterstützt durch Rico Bandle, der ebenfalls von der „Weltwoche“ kam. (Link zu Andreas Kunz: „Blochers grösster Fehler.“)
Bruchstellen: Unter dem Titel „Parmelins Blackout“ berichtet Christoph Mörgeli in Roger Köppels „Weltwoche“ (30.1.20), da der SVP-Bundesrat kaum Englisch könne, sei er „nicht imstande gewesen, den Gesprächsfaden aufzunehmen“ und das faktische Scheitern der Freihandelsgespräche mit den USA am WEF in Davos zu verhindern.
Die Häme ist das eine – das andere ist, dass sich der Industrie- und Finanzflügel der SVP mit einem eigenen Wirtschaftsminister auseinandersetzen muss, der erklärt: „Ich werde kein Abkommen gegen die Bauern abschliessen“ (SonntagsZeitung 26.1.20,S. 2 – mehr dazu hier).
Die SVP bekommt jetzt wohl nochmals – vielleicht zum letzten Mal – einen Präsidenten von Blochers Gnaden. Ausser Alfred Heer und Andreas Glarner scheinen alle auf die Berufung durch Blocher – oder auf seinen Marschbefehl – zu warten.
Läuft die Zeit einer rechtsnationalen Einheitspartei ab? Einer Partei, die Hardliner (wie Heer) und Brutalos (wie Glarner), Finanz-Interessenvertreter, Industrielle, Gewerbetreibende, Security-Leute und Bauern vereint?