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Brandenburg und Sachsen setzen dem Rechtspopulismus Grenzen

Die AfD bleibt deutlich unter 30 Prozent. Dies in den Bundesländern, in denen sie am stärksten ist, unter für die AfD optimalen aktuellen Verhältnissen. Vergleichen wir dies mit anderen europäischen Ländern.

In Frankreich erreichte Marine Le Pen gegen Emmanuel Macron in der Wahl um das Staatspräsidium im zweiten Wahlgang einen viel höheren Wähleranteil als jetzt die AfD in Sachsen und Brandenburg. In Italien ist eine unerwartet starke Anstrengung nötig, damit Salvini sich nicht zum Duce erhöhen kann. In Österreich ist möglich, dass die FPÖ wieder Regierungspartei wird. In Ungarn und Polen regieren Autoritäre. In der Schweiz hat die SVP landesweit bisher ein vergleichbares Potenzial wie die AfD, wobei sie in einigen wenigen Landesteilen 50 Prozent erreicht.

Bei allen Problemen, vor denen Deutschland steht, und bei aller Wahrscheinlichkeit bevorstehender Machtverschiebungen im Parteienspektrum: Seien wir als Europäerinnen und Europäer froh und dankbar um Deutschlands demokratische Stabilität!

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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