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Björn Höcke zu Roger Köppel über russische Freunde und die EU, die weg muss

Roger Köppel fuhr nach Erfurt, um Björn Höcke zu interviewen: „Wir trafen uns im Landtag, im Podcast-Studio der AfD“. Das Interview steht in der „Weltwoche“ vom 17. September 2026.
Für AfD-Höckes Russlandpolitik sind nicht Putin und seine drohenden, Hybridkrieg eskalierenden Unterführer und Propagandisten relevant, sondern „die Russen“.

Höcke zur Russlandpolitik:

„Im Osten gibt es zudem ein anderes Bild von den Russen. (…) Im Osten hat man Erfahrung mit der Besatzungsmacht, nicht immer gute, aber es sind auch Freundschaften entstanden. Man hat erfahren, dass die Russen Menschen sind wie du und ich: Sie haben Interessen, aber sie sind nicht kriegslüstern per se – so wenig wie wir. Die Regierung Merz betreibt die aggressivste Aussenpolitik seit Mai 1945. Zum Fremdschämen.“

Freundschaften seien entstanden – wohl schon…

Aber könnten sich diese Freunde dazu äussern, ob sie möchten, dass die Wahlen, die Putin gerade durchführen lässt, so frei wären wie diejenigen, die gerade zu einem Sieg der AfD-Putin-Freunde führten? Dazu äussern, weshalb Putin die einzige Partei, die den Ukrainekrieg ablehnt, von den Wahlen ausgeschlossen hat? Zu den JournalistInnen und Oppositionellen äussern, die im Gefängnis, im Straflager sind oder – wie Anna Politkowskaja – umgebracht wurden?

AfD und EU:

Bisher meinten wir mitbekommen zu haben, die AfD wolle raus aus dem Euro und raus aus Schengen, nicht aber aus der EU. Nun aber Höcke zu Köppel: „Nein, diese EU muss weg.“

Und Köppel bringt etwas Unterstützung im Abstimmungskampf für Blochers Russlandgeschäfts- und Réduit-Initiative heim. Höcke: „Ich kann die Schweizer nur auffordern, sich aktiv für die Neutralität ihres Landes einzusetzen.“

 

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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1 Kommentar

  1. Dieses Interview von Köppel mit Hoecke ist für mich beängstigend und zeigt einmal mehr die Gesinnung dieser Leute. Für mich ist es immer noch unverständlich, dass in zwei östlichen Bundesländer Deutschlands die AfD dermassen im Aufwind ist. Warum verstehen diese Wähler das staatsfeindliche und menschenverachtende Programm dieser Partei nicht?

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