Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigt die unerwartet deutliche Wiederwahl Orbans: Viele Wählerinnen und Wähler honorieren, dass er sie, wie sie offenbar annehmen, vor Krieg mit Russland schützt.
Deshalb müssen sich demokratisch gewählte Regierungschefs zur Möglichkeit von Atomwaffeneinsätzen äussern – und gleichzeitig zum Widerstand gegen Erpressung aufrufen.
Dabei ist immer wieder darauf hinzuweisen, dass der Einsatz sogenannter taktischer Atomwaffen viel wahrscheinlicher ist als sogenannt strategische, auf Massenvernichtung abzielende Einsätze wie gegen Hiroshima und Nagasaki. Dies obwohl ein Chefpropagandist Putins soeben ganz Grossbritannien Versenkung, Verstrahlung, Vernichtung androhte. Denn für strategische Atomwaffen wirkt wohl noch immer „Mutual Assured Destruction (MAD)“- für taktische Atomwaffen ist MAD zumindest unsicher.