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Zur Diskussion über das Verhalten gegenüber nuklearer Erpressung

Die Möglichkeit eines Einsatzes von Atomwaffen ist weder eine Spekulation noch eine Glaubensfrage. Die Realität ist härter, als sie in vermeintlichen Appellen zur Stärke darstellt wird. Sie besteht darin, dass die demokratisch gewählten Regierungen der westlichen Staaten eine Mehrheit dafür gewinnen und bewahren müssen, Putins Erpressungsversuchen zu widerstehen, OBWOHL nicht ausgeschlossen kann, dass er Atomwaffen einsetzen wird.

Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigt die unerwartet deutliche Wiederwahl Orbans: Viele Wählerinnen und Wähler honorieren, dass er sie, wie sie offenbar annehmen, vor Krieg mit Russland schützt.

Deshalb müssen sich demokratisch gewählte Regierungschefs zur Möglichkeit von Atomwaffeneinsätzen äussern – und gleichzeitig zum Widerstand gegen Erpressung aufrufen.

Dabei ist immer wieder darauf hinzuweisen, dass der Einsatz sogenannter taktischer Atomwaffen viel wahrscheinlicher ist als sogenannt strategische, auf Massenvernichtung abzielende Einsätze wie gegen Hiroshima und Nagasaki. Dies obwohl ein Chefpropagandist Putins soeben ganz Grossbritannien Versenkung, Verstrahlung, Vernichtung androhte. Denn für strategische Atomwaffen wirkt wohl noch immer „Mutual Assured Destruction (MAD)“- für taktische Atomwaffen ist MAD zumindest unsicher.

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Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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