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Zürcher Ständeratswahl: Kein Grund für Zugeständnisse an die SVP

Wie zu erwarten war, hat die SVP für den zweiten Wahlgang die Kandidatur von Roger Köppel zurückgezogen. Steigbügel zu halten für den Einzug der grünen Kandidatin Marionna Schlatter in den Ständerat war keine realistische Option. Nun sucht die Blocher-Köppel-Partei das Gespräch mit Ruedi Noser. Doch dieser hat keinen Grund für Zugeständnisse.

Ruedi Noser wurde 2015 Ständerat und kam im ersten Wahlgang 2019 auf den zweiten Platz wegen seines politischen Profils. Wenn er dieses nun zugunsten der SVP verunklären würde, könnte er daran nur verlieren. Trotz oder wegen einer gewissen umweltpolitischen Öffnung geht er in aussichtsreichster Position in die zweite Runde. Nähme er diese nun zurück, oder würde er in der Europapolitik auf die SVP zugehen, verlöre er Unterstützung. Ein Teil derer, die ihn im ersten Wahlgang wählten, würden zu Hause bleiben, andere würden die Konkurrentin wählen. Und höchsten ganz wenige SVP-Wähler werden zur Urne gehen und die grüne Kandidatin wählen, um Noser und die FDP abzustrafen.

„Die FDP kann diese Wahl gewinnen, ohne sich von der SVP gängeln zu lassen“, kommentiert Stefan Hotz in der NZZ. Recht hat er. (Link zum Kommentar von Stefan Hotz.)

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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