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Grosses Potenzial für soziale und gesundheitliche Prävention

Wenn Menschen in eine finanzielle und soziale Krise geraten, kommen Gleichgültigkeit und Passivität teuer zu stehen – menschlich, aber auch finanziell. Dies geht aus einer in der renommierten Fachzeitschrift „Neurology“ publizierten Studie hervor, über die die „NZZ am Sonntag“ am 13.10.19 unter dem Titel berichtete: „Geldmangel schlägt auf die Leistung des Gehirns.“

„Wer mindestens einmal einen Einkommensrückgang von 25 Prozent erlitten hat, schneidet bei Gedächtnistests und Denkaufgaben deutlich schlechter ab“, fasst die „NZZ am Sonntag“ zusammen. „Grund dafür könnte laut den Forschern sein, dass Menschen mit Geldproblemen Krankheiten wie Diabetes weniger gut behandeln können oder eher rauchen und zu viel Alkohol trinken.“

Siehe hierzu einen ausführlicheren Bericht in englischer Sprache in „ScienceDaily“ (Link).

Rasche, intelligente und empathische Unterstützung von Menschen, die in eine finanzielle, soziale Krise geraten sind, kann somit tragische  Entwicklungen des Individuums verhindern und  Langzeitkosten des Sozial- und Gesundheitswesens vermindern. Unsere Gesellschaft ist nicht untätig. Die Studie bestätigt, wie wertvoll zum Beispiel  kompetente Arbeit der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) sowie kommunaler und nichtstaatlicher Sozialdienste ist. Aber es würde sich sehr lohnen, umfassend abzuklären, was gemeinschaftlich und durch Privatinitiative getan werden kann, um dieses Präventionspotenzial zu nutzen.

Wer unternimmt etwas?

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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