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COVID-19-Gesetz: Geimpfte, Geboosterte und Booster-Willige tun gut daran, Ja zu stimmen.

Das Referendum gegen das COVID-19-Gesetz richtet sich gegen das Zertifikat. Aber das Zertifikat ist Voraussetzung dafür, dass Impfen und Boostern im Rahmen der Schutzregeln mehr Freiheit bewahrt. Die Annahme des Gesetzes ist zwar keine Garantie für alle Zeiten gegen einen Lockdown für Alle, aber erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Schweiz NICHT auf den Weg Österreichs und Bayerns geht.

Wenn das COVID-Gesetz angenommen wird, dann mit Stimmen von vielen geimpften, geboosterten und booster-willigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die das Zertifikat bejahen, weil es ihnen mehr Freiheit bewahrt oder zurückgibt. Es wird den Behörden schwer fallen, sich über diesen direktdemokratisch erklärten Willen hinwegzusetzen.

Eine absolute Garantie gibt es allerdings nicht, denn die Entwicklung der Viren und der Pandemie ist unberechenbar. Wir wissen, dass auch Geimpfte und Genesene Viren tragen können, und auch weitergeben, wenn sie die Schutzregeln nicht einhalten. Sollte sich ergeben, dass die Verbreitung von Viren durch Geimpfte, Geboosterte, Genesene stark zur Überlastung des Gesundheitswesens beiträgt, kann leider ein Lockdown auch für sie nicht ausgeschlossen werden. Aber davon ist zur Zeit keine Rede (ausser in Polemiken aus der Nein-Kampagne).

Bis auf Weiteres fällt auch ins Gewicht, dass die Krankheitsverläufe bei Impfdurchbrüchen meist milder sind als bei Nichtgeimpften, und somit der Beitrag zur Überlastung der Spitäler geringer.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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