Sie befinden sich hier:

Atomkriegsgefahr: Risikominderung ist möglich – und hat deshalb höchste Priorität.

Das Center for Security Studies der ETH Zürich unternimmt gemeinsam mit Instituten aus Frankreich, Grossbritannien, Deutschland und den USA ein mehrjähriges Studienprojekt für eine Rüstungskontrolle, die Atomkriege verhindern kann.

Diesem Projekt gebührt höchste Priorität der schweizerischen Sicherheits-, Aussen- und Forschungspolitik. Siehe die hier verlinkten Beiträge und den Artikel von Oliver Thränert in der NZZ vom 22.8.20, S. 10 (nur gegen Bezahlung).

Angesichts der begrenzten Chancen einer Erneuerung der Rüstungskontrolle muss sie ergänzt werden durch umfassende Bemühungen und Vorschläge für Interessenausgleich unter den Atommächten und unter Staaten, die mit Atommächten verbündet sind.

Die Notwendigkeit, alle Möglichkeiten zur Verhinderung eines Atomkriegs zu nutzen, erhöht auch den Sinn der durch den Bundesrat beschlossenen Kandidatur der Schweiz als nicht ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates. Zweijährige Erfahrung im Sicherheitsrat würde die Kompetenz der Schweiz stärken, sich gemeinsam mit anderen Staaten und der Europäischen Union für die Reduktion der atomaren Kriegsrisiken einzusetzen.

Siehe auch:

„Stärkt die Erinnerung an Hiroshima und Nagasaki das Interesse, wie ein Atomkrieg heute verliefe?“

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

„Musks Kampfansage“

Tageskommentar der bürgerlich-liberalen, wirtschaftsnahen „Frankfurter Allgemeinen (FAZ)“ am 30.12.24, verfasst von Friederike Haupt, Korrespondentin in der Parlamentsredaktion der FAZ. in Berlin.

Weiterlesen »

Volksabstimmung über Konzernverantwortung – durchaus willkommen

Vielleicht passiert ja noch etwas, das die Räte zum Umdenken und zum Erlass eines Gegenvorschlags veranlasst, der den Rückzug der Konzernverantwortungsinitiative ermöglicht. Wer weiss, wann die nächsten aktuellen Berichte über einen schweren Verstoss eines in der Schweiz domizilierten Konzerns gegen Menschen- oder Minderheitenrechte oder Umweltschutz erscheinen? Aber es hat durchaus sein Gutes, wenn es zur Volksabstimmung über die Konzernverantwortungsinitiative kommt.

Weiterlesen »