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Ein Jahr CÜLTÜR: Online-Kulturmedium, Grenzen überschreitend

PolitReflex verfolgte und kommentierte über Jahre hinweg, wie Kulturjournalismus mehr und mehr verdrängt wurde. Aber es blieb nicht beim Klagen: Mit CÜLTÜR entstand ein Online-Medium, das Grenzen überschreitet – und nun seinen ersten Jahrestag begeht. PolitReflex war und bleibt dabei.

Grenzen überschreiten – Grenzen zwischen Generationen: Junge Journalistinnen und Journalisten vermitteln Kultur in jungem Stil und pflegen zugleich das klassische Feuilleton, mit erfahrenen Autorinnen und Autoren.

Grenzen überschreiten – Sprachgrenzen. CÜLTÜR informiert ein vorwiegend deutschschweizerisches Publikum über das kulturelle Schaffen und Leben in der Romandie, der Svizzera Italiana und in Romanisch Bünden.

CÜLTÜR erscheint als E-Mail-Newsletter jeden Freitagmorgen. Das Abonnement ist kostenlos. Dauerhaft zugänglich sind CÜLTÜR-Berichte und -Kritiken auf den CÜLTÜR-Webseiten.

Aus Chefredaktorin Bettina Guggers launigem Editorial im Jubiläums-Newsletter:

„Der Geburtstagscake steckt im Ofen: cültür wird diese Woche ein Jahr alt! Für die süsse Freude habe ich Dinkelmehl, Bananen, Schokostückchen, Agavensirup, ein bisschen Öl, Backpulver und Pflanzenmilch verwendet. Dass der Cake vegan ist, hättest du wahrscheinlich nicht gemerkt, wenn ich’s dir nicht verraten hätte, aber wir wollen mit cültür ja unsere Tipps weitergeben!

Das haben wir mit 52 launigen Editorials, über 52 fundiert recherchierten Feuilleton-Beiträgen und über 200 kuratierten Verweisen auf Kulturbesprechungen in Schweizer Kulturmedien gemacht. Wir haben in diesem Jahr laufen gelernt, und wie! cültür tobt wie ein junges Kätzchen durch die Schweizer Kulturlandschaft, mit dem Ziel, die kulturelle Beute über die Sprachgrenzen hinweg zu präsentieren und den Kulturjournalismus schnurrend, maunzend und fauchend zu stärken.

Ich will uns jetzt nicht in den Himmel loben, schliesslich ist unsere Materie irdisch, auch wenn wir natürlich nach den himmlischen Musen Ausschau halten, die manchen Werken Unvergänglichkeit einhauchen. In diesem Sinne liefern wir dir zu unserem Geburtstag eine Extra-Portion cültür-Tipps.“

*

Zur Transparenz: PolitReflex-Redaktor Ulrich Gut ist Präsident von ch-intercultur, Verein für Kulturkritik, Herausgeber von CÜLTÜR.

*

Stimmen aus Kulturschaffen und Kulturleben:

Corin Curschellas, Liedermacherin, Jazz- und Chansonsängerin, Schauspielerin:

«Ich ertrage die täglichen trostlosen News kaum noch, sie absorbieren die Lebenslust.
Die wöchentlichen cültür-News jedoch wecken mein Interesse, beleben, ermutigen,
sind reine Leselust! Denn: Kultur ist Lebenselixier. Eine Hoffnungsvariante. Mein Trost.»

Romana Ganzoni, Schriftstellerin:

cültür zog mich sofort an. Das doppelt gesetzte ü ist typisch für die rätoromanischen Idiome, die ich spreche. Ein so überaus freundlicher Vokal. Wie ein leises Staunen über dem Halbrund. cültür zwinkert damit sehr helvetisch. Ernsthaftigkeit gehört auch dazu. Weil helvetisch. Eine solide Mischung. Heiter, tiefgründig, frisch, klug und süperschnell in deiner Mailbox. Wüchentlüch.

Waseem Hussein, Autor:

«cültür schwenkt das Bühnenlicht, bewirft Leinwände mit Dramen, lässt Nadeln über Vinyl gleiten, liest Bedrucktes. Mit wilder Neugier und intellektuell, fühlend, fragend, feiernd. cültür, das sind nach vorne drängende Lippen: jede Woche ein geküsster Name.»

Tristan Jäggi, Geschäfts- und Produktionsleiter Landschaftstheater Ballenberg:

«Ich schätze den Cültür-Newsletter als wilde und persönliche Stimme, die mich immer mal wieder an der Hand nimmt – und mir doch die Freiheit lässt, eine andere Optik zu entwickeln.»

Rolf Lappert, Schriftsteller:

«Vom cültür-Newsletter erwarte ich immer das Unerwartete. Jede Ausgabe ein wilder Streifzug durch die CH-Kulturszene mit Kritiken, Tipps und tollen Texten.»

Benedikt Loderer, Stadtwanderer:

«Cültür das ist die respektlose Ehrfurcht, genauer, die ehrfürchtige Respektlosigkeit. Unverfroren, gebildet, abgrundtief. Ich wachse bei der Lektüre.»

Francesco Micieli, Schriftsteller:

«Vor meinem Fenster ist eine grosse Linde.
Ich schaue die Linde gerne an.
Ich merke die kleinsten Veränderungen.
Seit kurzem turnt da ein Eichhörnchen.
Fast wäre es auf den jungen Passanten gefallen,
der ein T-Shirt mit der Aufschrift
‹we need art› trägt.
Im selben Augenblick poppt der Newsletter von cültür auf.
Ich denke ‹we need cültür›,
weil der Ton das Tier vor dem Fall bewahrt
und mir den Blick und die Sinne schärft,
auf das, was sich ereignet in der cültür und in der Natür.»

Béla Rothenbühler, Dramaturg, Autor und Musiker:

«Ich freue mich jeden Freitag auf den cültür-Newsletter: Er verbindet Witz und fundierte Informationen aufs Beste und ist mein Fenster in mir fremde kulturelle Nischen.

Tabea Steiner, Schriftstellerin und Literaturvermittlerin:

«Der cültür-Newsletter ist wie eine Unterwasserwelt, vielfältig, überraschend und farbenfroh. Ich tauche immer bis ganz nach unten, um nichts davon zu verpassen.»

Matthias Zschokke, Schriftsteller:

«…Nirgends spüre ich bei den cültür-Beitragenden die Sehnsucht, sich endlich durch künstliche Intelligenz ersetzen lassen zu dürfen. Sie kommen mir vor wie richtige Menschen, die manchmal Sätze finden, die aufgehen wie Hefeteig…»

*

Mehr dazu:

„‚cültür‘ – neues Medium für den Kulturraum Schweiz“ (Link)

„Die Krise des Kulturjournalismus kann nicht mit Bundeshilfe überwunden werden“ (Link)

„Rückgang der Kulturkritik in Schweizer Medien“ (Link)

„Die Krise der schweizerischen Kulturkritik überwinden“ (Link)

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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