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Wie reagiert eine Generalität, die bisher einer Demokratie diente, auf Aufstieg und Absichten eines Autokraten?

„Trump will amerikanische Städte zu «Übungsplätzen» für das Militär machen. Der Präsident und sein Verteidigungsminister kündigen auf dem Treffen hochrangiger Generäle einen Kulturwandel beim US-Militär an.“ – „Vor versammelten US-Generälen und Admirälen aus aller Welt verteidigte Hegseth die Entlassung mehrerer ranghoher Offiziere – darunter des obersten US-Generals, einem Afroamerikaner, sowie der obersten Admiralität der Marine, einer Frau. Diese seien Teil einer «zerstörten Kultur» gewesen, so Hegseth.“ (NZZ online, 30.9.25)

Nachdem Hitler den Krieg verloren hatte, wurde die Frage gestellt: Wie konnte die deutsche Generalität den Aufstieg, die Verbrechen, das Versagen dieses Mannes, seiner Partei und seines Machtapparates zulassen? Wie konnte sie bis zum bitteren Ende fast geschlossen dahinterstehen?
Trump ist nicht Hitler, 2025 ist nicht 1933, nicht 1942, nicht 1944. Aber wenn man die Berichte über die Reden, die Absichtserklärungen liest, die Trump und Hegseth vor den Generalen und Admiralen hielten, und die Verachtung, die sie über anders gesinnte Kameraden ausschütteten, fragt man sich schon erneut: Wir reagiert eine Generalität, die bisher einer Demokratie diente, auf Aufstieg und Forderungen eines Autokraten?
Link zum zitierten NZZ-Bericht.
Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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