Sie befinden sich hier:

Bilaterale III: Lohnschutz, Wohnungsnot – Beschäftigung?

Nachdem sich die Sozialpartner vorerst einmal auf Lohnschutz verständigt haben, wird nun die Wohnungsnot zum sozialen Ersatzmotiv gegen die Bilateralen III.

Ein Gegner der Bilateralen III hält mir die WOHNUNGSNOT entgegen. Verständlich. Würde ich an seiner Stelle auch. Wenn die Bilateralen III aber eines Tages zur Abstimmung kommen, beschäftigt uns vielleicht ein anderes soziales Anliegen stärker, das heute – gewöhnt, wie wir an den Fachkräftemangel sind – noch wenig Beachtung findet: BESCHÄFTIGUNG.

Soeben haben Pharma-Konzerne bekanntgegeben, Produktion in die USA zu verlagern. Das bedeutet Abbau von Arbeitsplätzen in der Schweiz. Wohl möglich, dass wir in zwei, drei Jahren viel mehr Wert auf vertraglich gesicherte gute Bedingungen für den Export schweizerischer Produkte und Dienstleistungen in den EU-Raum legen. Damit die in der Schweiz verbliebenen Exportunternehmen und ihre Zulieferer der sogenannten Binnenwirtschaft nicht auch noch viele Stellen abbauen.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

Markus Notter: „Jetzt muss das Volk beim Rahmenvertrag mitreden.“

Auch beim Entscheid, ob die Schweiz das Rahmenabkommen mit der EU abschliesst, ist das direktdemokratische Prinzip zu respektieren, dass in der Schweiz die wichtigsten politischen Entscheidungen durch das Volk gefällt werden. Es geht um eine Weichenstellung. Nun fordert Markus Notter, Präsident des Europa-Instituts an der Universität Zürich und ehemaliger soziademokratischer Regierungsrat im Kanton Zürich: „Jetzt muss das Volk beim Rahmenvertrag mitreden.“ Hierfür setzt sich auch PolitReflex ein*.

Weiterlesen »

Vertragspaket Schweiz EU: Ein Ja mit Anforderungen

Die Gegnerschaft des Vertragspakets Schweiz-EU behauptet, die darin vereinbarte Rechtsübernahme sei nicht „dynamisch“, sondern „automatisch“. Der Verein „Unser Recht“ widerspricht im Vernehmlassungsverfahren dieser Behauptung, verlangt aber Massnahmen, die sicherstellen, dass die Schweiz rechtzeitig ihre Interessen wahrt und nötigenfalls eine Übernahme ablehnt.

Weiterlesen »

Entzieht Trump auch Polen den Schutz vor Putin?

Mit guten Gründen nahm man bisher an, Trump könnte grossen Teilen des demokratischen Europas den Schutz der USA entziehen und Putin Einflusszonen westliche Russlands zugestehen, aber Polens Unabhängigkeit würde er weiterhin militärisch garantieren. Nun wird auch dies unsicher.

Weiterlesen »