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15 Artikel

Zwingt das Neutralitätsrecht zur Gleichbehandlung von Täter und Opfer?

„Stimmt die Schweiz Waffenlieferungen über Drittländer in die Ukraine zu, müsste sie auch zu Waffenlieferungen nach Russland ja sagen“, fasst die „NZZ am Sonntag“ die Haltung des Bundesrates zusammen. Und so äussert sich auch Bundesrat Guy Parmelin in einem Interview im „SonntagsBlick“ (5.6.22). Das ist unhaltbar, denn ein Neutralitätsrecht, das zur Gleichbehandlung des Völkerrecht brechenden Täters mit seinem Opfer zwänge, entzöge seiner künftigen Geltung die Grundlage.

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Ukraine: Was sagen Schweizer Deutschland- und Frankreich-Kritiker zu den Waffenweitergabe-Verboten der Schweiz?

Die Schweiz verbietet Deutschland und Dänemark die Weitergabe von Rüstungsgütern (Munition, Schützenpanzer), die sie in der Schweiz gekauft haben, an die Ukraine. Sie wendet ein Gesetzesrecht an, bei dessen Erlass man die heutige Lage nicht vor Augen hatte. Notrechtliche Abhilfe wäre dringend. Unsere Leitmedien fordern von andern Ländern, höhere Kriegsrisiken einzugehen, und kritisieren heftig Deutschland und Frankreich. Aber zum Verhalten der Schweiz vernimmt man kaum ein kritisches Wort.

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Lässt sich die Neuregelung der Beziehungen Schweiz-EU beschleunigen?

Dieser Tage wurden mehrere europapolitisch relevante Akte gesetzt: Staatssekretärin Livia Leu hat der EU einen Brief geschrieben. Der Kongress der Europäischen Volkspartei fordert in einer an die EU-Kommission gerichteten Resolution eine „konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der EU“. Die Leitung der SP Schweiz hat sich erneut für den Beitritt der Schweiz zur EU ausgesprochen. Die Stiftung Avenir Suisse stellt die Erwartung schweizerischer EU-Gegner, Marktanteilseinbussen im EU-Raum durch Ausbau der Geschäftsbeziehungen zu China kompensieren zu können, als Illusion bloss. Operation Libero startet eine Geldsammlung für eine Kampagne für eine Europa-Volksinitiative.

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