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Denkmäler bezeugen zeitgebundene Werthaltungen von Führungsschichten

Denken wohl Behörden oder Herrscher, die ein Denkmal errichten lassen, daran, dass ihre Wertung der Person, die sie ehren, später einmal umstritten sein wird oder gar mehrheitlich abgelehnt wird? Wer eine Person in einem Denkmal ehrt, müsste bejahend vorwegnehmen, dass diese später anders beurteilt wird. Die Beseitigung eines Denkmals kann als Teil einer notwendigen Debatte über die Bedeutung vergangener Taten für Gegenwart und Zukunft eine diskussionswürdige Forderung sein. Sie kann ergänzt werden durch neue und neuartige Denk-Anregungen im öffentlichen Raum, wie die „Stolpersteine“, die in Städten Deutschlands und anderer Länder an Opfer des Holocausts und anderer Nazi-Verfolgungen erinnern.

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