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Geschichten aus dem Kalten Krieg – in Putins Sinn erzählt

Die Weltwoche, Zeitung des Ressortchefs Europapolitik der SVP, hat „von den USA unterstützte Versuche eines Regimewechsels während des Kalten Krieges (1947–1989)“ zusammengestellt. Vorab: Würde man die Liste ab1942 führen, müsste man aufnehmen, dass die USA entscheidend zum Sturz von Hitler und Mussolini beitrugen.

Die beiden Diktatoren hätten ohne das Eingreifen der USA den Zweiten Weltkrieg gewonnen oder jedenfalls an der Macht überdauert. Churchill, Stalin und de Gaulle wussten dies sehr wohl. Churchill hatte die USA beschworen, Grossbritannien militärisch zu unterstützen, und Stalin forderte verzweifelt die Eröffnung einer zweiten Front im Westen.

Nachvollziehbar, wenn Rechtsextreme den USA den Sturz des Führers und des Duce nie verzeihen werden.

Aus den andern Fällen sei Polen herausgegriffen. 1981-1989 hätten die USA offensiv und verdeckt einen „Regimewechsel“ angestrebt. Es ist dasselbe Muster wie für die Polemik für Putins Angriff auf die Ukraine: Dass die Völker Polens und der Ukraine von der Sowjetunion bzw. von Russland unabhängig werden und auf den Weg westlicher Demokratien und Marktwirtschaften gehen wollten, wird schlicht als unbeachtlich abgetan.

Schliessen wir mit der Empfehlung, dies zum Anlass zu nehmen, um wieder einmal über Polen im 20. Jahrhundert, Polen1989, Solidarnosc und Lech Walesa zu recherchieren.

Siehe auch:

„Zur Berechtigung des Widerstands der Ukraine und ihrer Unterstützung durch den Westen“ (Link).

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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