Sie befinden sich hier:

Nawalnys Tod und die militärische Stärkung der Demokratien

Nawalnys Tod, herbeigeführt durch das Regime Putin, führt neu und drastisch vor Augen, was längst erkennbar war: Welche Schreckensherrschaft Länder zu erwarten hätten, die durch Putin erobert würden.

Angst vor Krieg ist verständlich und wohl allgegenwärtig. Die Bereitschaft der Völker der westlichen Demokratien, trotzdem ihre Bereitschaft zur militärischen Verteidigung zu erhöhen, wird durch die neu und schrecklich gestärkte Erkenntnis gefördert, dass das Schicksal, das ihnen bei einer Eroberung durch Putin drohen würde, fürchterlich wäre.

Über die Verhältnisse in Russland muss viel intensiver informiert und diskutiert werden. Es wäre tragisch, wenn das militärisch Nötige nicht getan würde, weil das Unwesen derer, die uns bedrohen, verkannt würde. Politiker und Medien, die weiterhin mit Russland sympathisieren, müssen unablässig mit den Untaten des Regimes Putin konfrontiert werden.

Leider ist unklar geworden, ob jedes Land, das von Putin bedroht wird, dessen Angriff mit Nato-Unterstützung abwehren könnte. Die laufenden Rüstungsanstrengungen müssen deshalb rasch zum Ziel führen, dass für die russische Armee das Risiko eines Angriffs auf ein Nato-Land prohibitiv  wird, auch wenn man den Ausgang eines Kriegs kaum jemals mit Sicherheit vorhersagen kann.

Link zu Markus Ackerets Nachruf auf Alexei Nawalny.

Link zum Russland-Dossier von Amnesty International.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

Ob die AfD Regierungspartei wird, hängt von Koalitionsverhandlungen ab.

„2026 könnte als das entscheidende Jahr in die Geschichte der deutschen Politik eingehen“, schreibt die NZZ am 5.1.26 (S. 25), unter dem Titel „Die AfD ist eine demokratische Nagelprobe“: „Entweder als das Jahr, in dem eine rechte Partei in Deutschland wieder an die Macht kam. Oder als das Jahr, in dem sich die deutsche Politik derart zerstritt, dass sie handlungsunfähig wurde.“

Weiterlesen »

Die Verheerungen zweier Weltkriege beeinflussen Europas Sicherheitspolitik.

In rascher Abfolge veröffentlicht die NZZ kritische Aufrufe aus der Redaktion und von Gastautoren an EU-Europa, Willen und Bereitschaft zu militärischem Eingreifen zu stärken: Von Serbien und Kosovo bis ins südchinesische Meer. Dass solche Appelle aus der Schweiz kommen, kann damit zusammenhängen, dass die Schweiz durch die beiden Weltkriege nicht verwüstet wurde. Und vielleicht auch damit, dass man hierzulande unausgesprochen davon ausgeht, die Neutralität würde die Schweiz auch vor den Folgen eines weiteren Grosskriegs schützen.

Weiterlesen »

Die Schweiz braucht wohl einige Jahre des Kräftemessens mit der EU

Jetzt zerschlagen sich die Hoffnungen, die EU könnte ihre Forderung nach baldigem Abschluss eines Rahmenabkommens mildern. Die Kommission nimmt auch auf die bevorstehende Abstimmung am 17. Mai über die Kündigungsinitiative (Begrenzungsinitiative) keine Rücksicht mehr. Sie fordert eine Stellungnahme der Schweiz bis 25. Mai: „Die EU gibt der Schweiz neun Tage Zeit“ (Stephan Israel und Luca de Carli, Tages-Anzeiger 1.2.20, S. 4). Damit lanciert die EU diese Stellungnahme wuchtig als Thema dieses Abstimmungskampfs.

Weiterlesen »