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Die Völker sollen wichtige Güter auch in Zukunft einander abkaufen

Autarkie ist kein Zukunftsrezept, am allerwenigsten für ein Exportland wie die Schweiz. Gewiss, man muss Konsequenzen ziehen aus der mangelnden Verfügbarkeit krisenrelevanter Güter. Ein erkanntes Problem lag bei ungenügender Lagerhaltung.

Es ist nicht realistisch, künftig alles Wichtige nur noch auf der Hochpreisinsel Schweiz produzieren zu wollen. Damit würden ökonomische und soziale Probleme unseres Landes verschärft und neu geschaffen. Und die inländischen Produzenten bekämen zu viel Marktmacht.

Es ist auch nicht gut für die Entwicklung der internationalen Beziehungen, wenn man propagiert, dass die Völker einander nichts Wichtiges mehr abkaufen sollen. Länder, die exportieren können, sind am Wohlergehen ihrer Abnehmerstaaten ökonomisch interessiert, selbst eine Regierung wie die chinesische, und werden sich deshalb besser überlegen, ob sie andere Länder oder gar Teile der Welt in einen Krieg stürzen wollen.

Die Schweiz ist eine Exportnation. Es ist nicht im Interesse der Beschäftigung in unserem Land, zu propagieren, dass die Völker einander nichts Wichtiges mehr abkaufen.

Deshalb stimme ich der Meinung zu, die Peter A. Fischer, Leiter der NZZ-Wirtschaftsredaktion, im hier verlinkten Artikel vertritt.

Siehe auch Avenir Suisse: „Sackgasse Re-Nationalisierung“ (Link)

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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