Sie befinden sich hier:

Chinesische Ermittler in der Schweiz – im Kontext der China-Politik

Kleinstaaten sind politisch, ökonomisch und militärstrategisch zur Koexistenz mit Supermächten gezwungen. Selbst für die Europäische Union ist es sehr schwer, wenn überhaupt möglich, der äusseren Aggression und der inneren Brutalisierung eines Regimes wie des chinesischen wirksam entgegenzutreten. Was bleibt, ist die Chance – und hoffentlich der feste Wille -, den eigenen Rechtsstaat hochzuhalten und zu verhindern, dass sich darin Schergen von Diktaturen umtreiben und ihre Methoden anwenden.

Deshalb erfordert die Bereitschaft des Bundesrates, mit Hilfe von Funktionären des chinesischen Repressionsapparates, die in er Schweiz ermitteln, die Ausschaffung von Chinesinnen und Chinesen zu erleichtern, höchste kritische Aufmerksamkeit und wohl am Ende der Abklärungen ein Nein.

Hierzu weisen wir auf zwei Texte von „Unser Recht“ hin:

„Ermittler aus China in der Schweiz: Vorschläge zur Konkretisierung der Diskussion“

„Sollen Funktionäre brutaler Diktaturen in der Schweiz ihren Landsleuten nachspüren?“

 

PolitReflex zur Entwicklung der Beziehungen zu China:

„China, das ‚Fressen‘ und die ‚Moral'“

„China und Hongkong: Auch künftig zwei Systeme, aber nur noch ökonomisch?“

„China-Alarm – aber was denkt man in der Exportwirtschaft?“

„Wie werden sich die Beziehungen Europas und der Schweiz zu China entwickeln?“

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

Swissmem für stillen Menschenrechtsdialog mit China – wie glaubwürdig ist das noch?

Die rasante Entfernung der Schweiz von EU-Europa trifft auch die Menschenrechtspolitik. Bei drohenden Marktanteilsverlusten in Europa hat der Ausbau des China-Geschäfts erste Priorität bekommen – und die Exportwirtschaft reagiert auf den politischen Tarif, den der chinesische Botschafter in der Schweiz kürzlich in rüdem Ton durchgab. In der NZZ* wendet sich ein Swissmem-Sprecher nun sogar dagegen, dass Umgehungsgeschäfte der EU-Menschenrechtssanktionen in der Schweiz verhindert werden.

Weiterlesen »

Zur Bedeutung einer Streitschlichtung mit Schiedsgericht für die Bilateralen

Die Gegnerschaft einer neuen Vertragsgrundlage für die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) erweckt den Eindruck, die vorgesehene Streitschlichtung laufe faktisch auf eine umfassende Zuständigkeit des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg hinaus. Das vorgesehene Schiedsgericht sei ein Feigenblatt zur Verharmlosung des Souveränitätsverlusts, der der Schweiz drohe. Was ist davon zu halten?

Weiterlesen »

Was spricht eigentlich für Verjährung schwerster Straftaten?

Das Instrument der Initiative kann die Gesellschaft jederzeit zwingen, althergebrachte Regeln, die nur noch vermeintlich selbstverständlich waren, neu zu überdenken, zu prüfen, wenn möglich zu rechtfertigen – oder eben abzuschaffen. Jetzt gerade ist die Reihe an der Verjährung, speziell für Taten, die das Strafgesetz mit lebenslangen Strafen bedroht. Anlass ist für einmal nicht eine Volks-, sondern eine Standesinitiative.

Weiterlesen »