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Beobachten wir die Entwicklung des Konflikts zwischen China und Australien.

Die Politik der australischen Regierung ist nicht in jeder Hinsicht identifikationsfähig. Aber wenn die Attacken Chinas schwere ökonomische und soziale Auswirkungen auf Australien haben, muss sich Europa Unterstützung einfallen lassen, wohl vor allem handelspolitische. Das kann zu einer Bewährungsprobe werden.

Aus einem Kommentar von Friederike Böge in der „Frankfurter Allgemeinen“ vom 15.12.20 unter dem Titel „Chinas Hybris“:

„Manche verglei­chen das Verhal­ten der chine­si­schen Führung mit dem eines Schlä­gers, der glaubt, sich mit Gewalt und Einschüch­te­rung Respekt verschaf­fen zu können. So könnte man beschrei­ben, wie China derzeit mit Austra­li­en umgeht. Mit Handels­bar­rie­ren und Straf­zöl­len führt Peking dem Land erbar­mungs­los seine wirt­schaft­li­che Abhän­gig­keit vom großen chine­si­schen Markt vor Augen. Hinzu kommt eine Rheto­rik, die darauf ausge­rich­tet ist, Austra­li­en zu demü­ti­gen.

An Canber­ra wird ein Exem­pel statu­iert, mit dem Peking allen Verbün­de­ten der Ameri­ka­ner deut­lich machen will, dass es wirt­schaft­lich am länge­ren Hebel sitzt und nicht länger bereit ist, sich von ande­ren für seine Menschen­rechts­ver­let­zun­gen in Xinjiang und Hong­kong kriti­sie­ren zu lassen.“

Wenn man einem solchermassen bedrängten Land nicht beisteht, muss man sich nicht wundern, wenn die Aggression näher rückt und bald einmal ein europäisches Land zum Ziel eines solchen Angriffs wird.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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