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Als deutsche Liberale, Demokraten und Demokratinnen in die Schweiz flohen.

„Wegbereiter der deutschen Demokratie – 30 mutige Frauen und Männer 1789-1918“: Unter diesem Titel hat der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Buch veröffentlicht, das den langen, schweren deutschen Weg von Demokratie und Liberalismus, Arbeiterbewegung, Emanzipation der Frauen und der jüdischen Bevölkerung ins Licht rückt. Einige der darin Gewürdigten fanden im Laufe ihres Kampfes Zuflucht in der Schweiz.

Zum Beispiel Carl Schurz:

«Die Belagerung (der Festung Rastatt) dauerte vom 30. Juni bis zum 23. Juli 1849. Kurz vor der Kapitulation gelingt Schurz mit einem Kameraden die Flucht aus der Festung durch einen Abwasserkanal. In einem Boot rudern sie über den Rhein ins Elsass. Von dort zieht Schurz weiter nach Zürich. (…) Schurz überwand nach einem Jahr im Schweizer Exil seine Resignation mit dem Entschluss, seinen Freund Gottfried Kinkel aus dem preussischen Zuchthaus zu befreien. (…) Schurz reiste in die Schweiz und nach Frankreich, um Kontakte unte dern europäischen Revolutionären zu knüpfen. (…) Schurz wanderte mit seine Frau 1852 in die Vereinigten Staaten aus (…)» 271 ff.

Nicht wenige deutsche „Achtundvierziger“-Revolutionäre wanderten nach Amerika aus und kämpften im Bürgerkrieg an der Seite Abraham Lincolns. Carl Schurz wurde in den USA Generalmajor, Senator und Innenminister.

Zum Beispiel Mathilde Franziska Anneke:

«Das Ehepaar Anneke beteiligte sich zuletzt an den Kämpfen um die Festung Rastatt, und bevor diese von preussischen Truppen Anfang Juli eingeschlossen wurde, konnten Mathilde und Fritz über Strassburg in die Schweiz fliehen. (…) Die fünf Jahre Mathildes in de Schweiz gehörten zu den produktivsten ihres Lebens. Mit ihrer journalistischen Arbeit und mehreren belletristischen Werken, darunter die gegen die Sklaverei gerichteten Novellen Die Sclaven-Auction und Die gebrochenen Ketten  sowie der Roman Uhland in Texas, zählte sie zu den wenigen Autorinnen, die sich in Deutschland und in den USA behaupten konnten. (…) In der Schweiz traf sie alte und fand neue Freunde, viele von ihnen ehemalige Achtundvierziger.» 207 ff.

Link zur Buchpräsentation durch Bundespräsident Steinmeier.

Link zur Ausschreibung des Buchs durch den Verlag.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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