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Ein Blick auf das Netzwerk, das die Medienförderung bekämpft, um die eigene Stellung zu stärken.

Die NZZ macht auf eine zentrale Figur im medialen Rechtsaussen-Netzwerk aufmerksam – und regt damit zu einem Blick auf dieses an.

„Zuerst verspottete Lukas Hässig Laeri als «Girl», das den UBS-Präsidenten Urs Rohner einst mit «weit geöffneten Rehaugen» fixiert habe. Dann doppelte sein freier Mitarbeiter Beni Frenkel nach, indem er Laeris Finanzberatungsfirma für Frauen als Rohrkrepierer darstellte und die Firmengründerin erneut mit Begriffen wie «Rakete» und «Seite-3-Girl» taxierte. Die Wirtschaftsjournalistin wertete das als sexistischen und geschäftsschädigenden Angriff.“

(Aus: Lucien Scherrer, „Recherchen und Krawall – Lukas Hässig ist der Schrecken der Mächtigen“, NZZ vom 4.2.22, S. 30)

Beni Frenkel? Der schreibt doch auch in der Weltwoche. Eine Google-Suche bestätigt es. Im Impressum des „Nebelspalters“ ist er unter „Ständige Mitarbeiter und Kolumnisten“ aufgeführt. Sodann findet man ihn im Autorenverzeichnis des „Schweizer Monats“.

p.s. 1: Lucien Scherrer kam von der „Weltwoche“ zur NZZ und gehört nun zum immer einflussreicheren rechten Redaktionsflügel mit Feuilletonchef Benedict Neff (ex Blocher-Somm-BaZ), Inlandredaktorin Katharina Fontana (ex Weltwoche) und mehreren Redaktoren auf der Berliner Redaktion (insbesondere Alexander Kissler und Oliver Maksan).

p.s. 2: Verwaltungsratspräsident des „Nebelspalters“ ist ex-Privatbankier Konrad Hummler, vormals Verwaltungsratspräsident der NZZ.

p.s. 3: Georges Bindschedler, Verwaltungsratspräsident des „Schweizer Monats“, ist auch Vizepräsident der Stiftung für MeinungsFreiheit und MedienVielfalt. Zu deren Stiftungsrat gehört Robert Nef, langjähriger Mitherausgeber des „Schweizer Monats“ (https://www.medienvielfalt.ch/#STIFTUNGSRAT), der Christoph Blocher und Konrad Hummler nahesteht (beide bezeugten dies mit Beiträgen zu seiner Festschrift).

p.s. 4: Beim Austritt von Rainer Stadler, vormals Medienredaktor der NZZ, wurde das Ressort Medien dem Feuilleton unterstellt, damals geleitet von René Scheu (u.a. Verwaltungsrat des „Schweizer Monats“), jetzt geleitet von Benedict Neff.

p.s. 5: Es sind diese Leute, die die Vorlage Medienförderung an vorderster Front bekämpfen, um ihre eigene Stellung in der Schweizer Medienlandschaft zu stärken.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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