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AfD radikalisiert sich weiter – vielleicht will die NZZ irgendwann doch nicht mehr ihre Werbeträgerin sein.

Wie entwickelt sich die AfD? Dies zu beobachten, ist leider nun auch deshalb nötig, weil die Unternehmensleitung der NZZ in ihren Antworten auf Proteste gegen die Aufnahme eines AfD-Inserats diesen Entscheid nicht nur verteidigte, sondern geradezu Stolz darauf zu erkennen gab, ein anderes, ihrer Meinung nach offenbar „schweizerischeres“ Verständnis von politischer Auseinandersetzung zu haben als in der deutschen „wehrhaften Demokratie“.

Wir müssen also damit rechnen, dass die NZZ auch im kommenden Jahr Trägerin von Werbung dieser rechtsextremen Partei für Stimmen, Mitglieder und Spenden sein könnte.

Sicher ist es allerdings nicht. Denn die Radikalisierung der AfD geht weiter. Am 31.12.21 meldet die „Frankfurter Allgemeine“ auf der Frontseite:

„Zwei AfD-Abgeordnete verlassen Partei.

dpa. BERLIN Die AfD-Bundes­tags­ab­ge­ord­ne­ten Uwe Witt und Johan­nes Huber haben ihren Austritt aus der Partei und der Frak­ti­on erklärt. Witt, der als Vertre­ter der mode­ra­ten Strö­mung in der Partei galt, begrün­de­te seinen Schritt mit „Grenz­über­schrei­tun­gen“ von AfD-Mitglie­dern. Sein Mandat will der Abge­ord­ne­te aus Schles­wig-Holstein weiter ausüben. Huber, der für den Wahl­kreis Frei­sing im Bundes­tag sitzt, kündig­te seinen Austritt zum Jahres­wech­sel an. Der AfD-Ko-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Tino Chrupal­la rief beide zum Mandats­ver­zicht auf.“

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für diese Information! Ich habe gerade mit Erschrecken festgestellt, dass eine Schweizer Zeitung, die NZZ, von der ich dachte ich bekomme einen Blick von Außen auf Deutschland, mit Stolz Werbung der AfD schaltet. Diese Partei ist längst radikalisiert mit Begriffen wie biodeutsch und Remigration, die NZZ hat damit Ihr Recht auf Vertretung einer breiten Schweizer Meinung verloren!!!

  2. Seit 2021 erschien kein AfD-Inserat mehr in der NZZ. Die Proteste dagegen haben gewirkt. Aber Teile der Redaktion, insbesondere die Deutschland-Redaktion in Berlin, verharmlosen unablässig die AfD und plädieren für ihre „Einbindung“.

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