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Zweimal geimpft und trotzdem gefährdet und ansteckend. Führt das wieder zum Shutdown für Alle?

Ein Beispiel, das um die Welt geht: Der britische Gesundheitsminister ist an COVID erkrankt, obwohl er zweimal geimpft war. Boris Johnson ist in Selbstisolation, weil er mit ihm konferiert hatte. Der Gesundheitsminister ruft aber erst recht zum Impfen auf, weil er dank zweimaliger Impfung nur milde Symptome habe: „He said: „I’m grateful that I’ve had two jabs of the vaccine and so far my symptoms are very mild.“ (…) He urged people who had not been vaccinated yet to „get out there and get them as soon as you can“.“*

Die Konsequenzen , die notwendig sind, weil man trotz Impfung an COVID erkranken und COVID weitergeben kann, müssen sorgfältig abgeklärt werden. Wird die Impfung für die Freiheit der Geimpften bedeutungslos? Müssen ihnen dieselben Einschränkungen auferlegt werden wie nicht Geimpften? Führt dies dazu, dass die Behörden demnächst wieder ebenso harte Massnahmen für Alle treffen müssen, wie im Vorjahr?

Wenn man nach gemachten Erfahrungen die Schäden massiver Freiheitsbeschränkungen für Individuen und Gesellschaft stärker gewichten will und muss als im Vorjahr, und wenn man die Impfkampagne nicht zum Erliegen bringen will, liegt nahe, Geimpfte trotz Restrisiken weniger einzuschränken als Nichtgeimpften.

*  https://www.bbc.com/news/uk-57874744

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

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