Soll einer glauben, dass diese „Quellen“ ohne Eigeninteresse und ohne Gegenleistung maulwerfen – ohne Gegenleistung sofort oder später?
Selektiv thematisiert „Blick“ die Maulwürfe gleich selber. Denn Maulwürfe warfen Maul über Artgenossen: „Laut mehreren Quellen“ hätten Stabsmitarbeiter der SVP-Bundesräte durch Indiskretionen Bundesrat Berset destabilisieren wollen.
„Das jetzige Vorgehen hat einen entscheidenden Vorteil: Indem der Gesamtbundesrat den Öffnungsmechanismus beschliesst und kommuniziert, was er den Kantonen vorlegt, nimmt er Gesundheitsminister Berset aus der Schusslinie.
Als die Regierung zuvor nämlich jeweils Geheimkonsultationen machte, kam stets doch ans Licht, was Bersets Vorschläge waren. Nun sind es die Beschlüsse der Gesamtregierung, die bei den Kantonen in die Vernehmlassung gehen.
Das Vorgehen zeugt aber auch von Misstrauen gegenüber der SVP, die sich auf den SP-Bundesrat eingeschossen hat. Dass selbst Aussprachepapiere des Bundesrats schon vor dessen Sitzung bekannt wurden, schwächte das Vertrauen innerhalb des Gesamtbundesrats massiv. Laut mehreren Quellen soll genau das der Grund für die Indiskretionen gewesen sein: Man habe Berset destabilisieren wollen. Und genau darum gehen viele davon aus, dass die undichte Stelle im Umfeld der beiden SVP-Magistraten zu finden ist.“
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