Sie befinden sich hier:

„Tages-Anzeiger“ stellt Redaktion ohne Kulturressort vor

Der Niedergang von Kulturjournalismus und Kulturkritik in den grossen Schweizer Zeitungen geht weiter: Am Dienstag, 5. Mai 2026 stellt der «Tages-Anzeiger“ auf zwei Seiten seine Redaktion vor, aufgeteilt in Leitungsfunktionen und Ressorts. Eine Kulturredaktion kommt nicht mehr vor.

Bekanntlich fusionierte der „Tages-Anzeiger“ die Ressorts Kultur, Wissen und Leben. Nun präsentiert er ein Ressort «Leben» mit 18 Personen, ein Ressort «Wissen» mit 5. Aber kein Ressort «Kultur». Bei «Leben» findet man die Köpfe von Redaktorinnen und Redaktoren, die sich im fusionierten Ressort mit Kultur befassen.

Beobachten wir die Auswirkungen. Klar ist, dass sie die Bedeutung neuer Kulturmedien wie «cültür» und seiner Partnerinnen und Partner sowie der SRF-Kultur weiter erhöhen.

 

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

Der Komponist Joachim Raff – wirkungsstark in Erinnerung gerufen

Weshalb ist das Archiv Joachim Raff in Lachen SZ ein Thema für „PolitReflex“? Weil es eine eindrückliche, erfolgreiche Leistung begeisterter, hingebungsvoller Einzelner ist. Und weil ein kulturelles Leben und Denken, das sich nicht in passivem Erleben und in Kult erschöpft, auf solche Leistungen angewiesen ist. Sie hervorzuheben und zu würdigen, ist deshalb Kulturpolitik.

Weiterlesen »

Konservative leisten wissenschaftlichen Erkenntnissen immer mehr Widerstand.

Von der Anhängerschaft der SVP will sich „mehr als die Hälfte nicht impfen lassen“, hat eine Sotomo-Umfrage ergeben. „Bei der Basis der Grünen ist zwar ebenfalls Skepsis vorhanden. Mit 15 Prozent ist der Anteil jener, die sich nicht impfen wollen, jedoch deutlich kleiner als die 51 Prozent der Impfgegner bei der SVP.“ Untersuchungsleiter Michael Hermann stellt einen „ideologischen Impfgraben“ fest.

Weiterlesen »