Sie befinden sich hier:

„Tatort“-Drehbücher müsste man schreiben

Immer weniger Raum für Kulturkritik. Realistisch ist: Dem schweizerischen Kulturschaffen müssen neue Wege zu Sichtbarkeit und Resonanz erschlossen werden. Deshalb ist eine Plattform wie Viceversa Literatur* so wichtig.

Das NZZ-„Feuilleton“ (besser: Benedict Neffs Zeitung in der Zeitung) bestätigt auch am Samstag, 25.2.23, den Niedergang von Kulturberichterstattung und Kulturkritik in den redigierten Medien: Kein einziger Beitrag über schweizerisches Kulturschaffen.

Aber regelmässig, auch am 25.2.23, eine Spalte über den „Tatort“-Krimi. Nichts dagegen. Aber wie wär’s, jede zweite „Tatort“-Spalte der Vorstellung und Kritik schweizerischen Kulturschaffens zu widmen?

Ein anderer Vorschlag zur Güte: Den/die eine/n oder andere/n rechtskonservative/n Gastautor/in auf eine spätere Ausgabe vertrösten, um Platz für schweizerisches Kulturschaffen zu gewinnen?

* Link  zu Viceversa Literatur.

Bild von Ulrich Gut

Ulrich Gut

Ulrich Gut (1952), Dr. iur., wohnt in Küsnacht ZH. Der ehemalige Chefredaktor und Kommunikationsberater kommentiert auf Online Plattformen politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Er präsidiert UNSER RECHT und ch-intercultur. 2009-2020 war er Zentralpräsident von Alzheimer Schweiz.

Beitrag teilen

PDF erstellen oder ausdrucken

Schreibe einen Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Kommentar abschicken

Ähnliche Artikel

Katholische Konservative – ein umworbenes Potenzial.

Die SVP – unter Führung eines reformierten Pfarrerssohns – hat das Potenzial der katholischen Konservativen längst entdeckt. Sie hat der CVP in deren Stammlanden viele Wählerinnen und Wähler abgejagt. Nun baut auch die NZZ die Präsenz dieser weltanschaulichen Richtung aus: Augenfällig in ihrer Berliner Redaktion und in Gastartikeln von Exponenten der früheren Führung des Bistums Chur.

Weiterlesen »

Spannungen im öffentlichen Raum – Empfehlungen und Appell aus der Jugendarbeit

In der kommenden warmen Jahreszeit werden Jugendliche vermehrt die Freiheiten geniessen, die sie nach dem Wegfall der Corona-Massnahmen wiedergewonnen haben. Einige werden über die Stränge schlagen – und bei Erwachsenen auf eine zunehmende Dünnhäutigkeit stossen. Aus der Jugendarbeit kommen nun Empfehlungen, wie Spannungen im öffentlichen Raum vermindert oder verhindert werden können, und ein Appell an die Behörden, die Jugendarbeit zu stärken. An die Öffenlichkeit getreten ist die Stiftung MOJUGA.

Weiterlesen »