Die Bundesversammlung wählt wenn möglich jemanden, dem sie die Respektierung des Kollegialprinzips zutraut. Die Wahl Guy Parmelins war ein typisches Beispiel hierfür. Parmelin erfüllte die Erwartung, und dies gereichte ihm nicht zum Nachteil – anders als damals Bundesrat Samuel Schmid, den die SVP als „halben Bundesrat“ abtat.
Seither radikalisierte sich die SVP weiter, und auf den neuen Bundesrat, die neue Bundesrätin kommt in Kürze die Abstimmung über das Vertragspaket Schweiz-EU zu. Wenn Parmelins Nachfolgerin oder Nachfolger das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung übernimmt, muss sie oder er diese Abstimmungsvorlage kollegial vertreten. Keine ermutigende Perspektive für Hardliner.